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Arbeiten des Seminarkurses mit Preisen ausgezeichnet

Historisches Forschen ist eine kreative Tätigkeit, die wissenschaftliches Know-how verlangt. Damit war der anspruchsvolle Wettbewerb, den der Bundespräsident und die Körberstiftung seit 1973 alle zwei Jahre ausschreiben, der ideale Rahmen für den diesjährigen Seminarkurs an der Johann-Philipp-Palm-Schule, geleitet von André Bordisch und !na Schulz. Ein halbes Jahr lang haben 16 Schüler/innen zu dem Thema „Bewegte Zeiten: Sport macht Gesellschaft“ gearbeitet. Das hieß digitale Angebote eruieren und erforschen, Bibliotheken und Archive besuchen, Berge von Literatur sichten und bewerten, Experten- und Zeitzeugen interviewen, Quellen und Darstellungen finden und auswerten bis hin zum Erarbeiten der eigenen, regional orientierten, gezielten Fragestellung, die in einer  Dokumentation dargelegt wurde. Ganz verschiedenen Themen haben sich die Schüler/innen gewidmet: unter anderem dem Trimm-dich-Pfad, dem Tennisboom, der Rolle des Paartanzes für die Emanzipation der Frau oder der Sportförderung durch Unternehmen. Zwei der eingereichten Arbeiten sind jetzt ausgezeichnet worden.

Denise Schiek hat mit ihrer Arbeit zum Thema „ Die Judenausgrenzung in der NS-Zeit in Sportvereinen am Beispiel des VfB Stuttgart“ einen Landespreis gewonnen, ihre Arbeit ist noch in der Auswahlgruppe für einen der fünf Bundespreise. In ihrem Fazit findet sich auch Folgendes: „Dass Sportvereine wie der VfB Stuttgart definitiv nicht alles richtig gemacht haben, war von Anfang an klar. Dass sie allerdings den Weg geebnet haben und es so gut wie keinen Gegenwind gab, ist erschreckend. Man muss sich nichts vormachen die Judenverfolgung wäre auch passiert, wenn Vereine anders gehandelt hätten. [..] Egal zu welchem Zeitpunkt, Sportvereine hatten schon immer einen großen politischen Einfluss auf die Gesellschaft. Hätten sie diesen Einfluss damals genutzt, wer weiss, vielleicht hätte man es wenigstens ein klein wenig besser machen können.“

Justin Staffendt arbeitete unter anderem mit dem Archivmaterial „Chronik der Landsknechte“ in Sütterlinschrift (!) aus dem Schwäbisch Gmünder Archiv zu dem Thema „ Der Sport in der Hitlerjugend als Vorbereitung für den Krieg am Beispiel der Ortsgruppe Schwäbisch Gmünd“, er hat damit einen Förderpreis gewonnen und eine ganz neue Sicht auf so manche Ausflugsziele in und um Schwäbisch Gmünd bekommen.

Die Geschichte ist greifbar geworden, nahe gekommen - dem gesamten Seminarkurs und besonders denen, die sich wirklich darauf eingelassen haben, die Geschichte entdeckt und damit auch selbst ein Stück Geschichte geschrieben haben.

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