Erdbeben in Nepal lässt Schüler nicht kalt - Schülerfirma „Jufi e.V.“ spendet 2.100 €

 

Mit viel Kreativität und Einsatz hatten die Schüler der Schülerfirma Jufi e.V. über mehrere Schuljahre hinweg eine stattliche Summe Geld verdient und angelegt. Diese Geldanlage wurde nun aufgelöst und der Leprahilfe Nepra e.V. (mehr Informationen unter http://www.nepra.de/) zur Verfügung gestellt. Ehrenamtlich an freien Nachmittagen oder Abenden für soziale Projekte engagieren – das lag den Schülern der Jufi am Herzen. Seit rund zehn Jahren fanden sich immer wieder begeisterte und einsatzfreudige Jugendliche, die zusammen mit den betreuenden Lehrerinnen Cordula Reichert und Christa Wallrapp-Kelbel Projekte durchführten, die sich besonders mit dem fairen Handel und der Aufklärung über sozial wichtige Themen befassten. Großereignisse wurden organisiert, so z.B. Aidsaufklärung mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder Verkehrssicherheitstage mit Verkehrswacht, Polizei und örtlichen Fahrschulen. Zum Menschenrechtstag wurden Ausstellungen oder auch ein Sketch zum Namensgeber der Schule, Johann Philipp Palm, dargeboten. Ein Theaterstück gegen Mobbing an Schulen wurde hergeholt. Weil dabei aber kein Geld zu verdienen ist, musste eine sichere Einnahmequelle erschlossen werden. Dies war der jährliche Klassenpflegschaftsabend, an dem nicht nur ein pädagogischer Vortrag für alle interessierten Eltern angeboten wurde, sondern in der aufwendig dekorierten Aula der Schule ein Imbiss mit selbst zubereiteter Pizza das nötige Kleingeld lieferte. Und man verkaufte regelmäßig am Jufi-Kiosk fair gehandelte Snacks und jahreszeitliche Geschenke. Selbstverständlich wurde dabei mit einem Quiz über den fairen Handel und Sozialstandards in den Entwicklungsländern aufgeklärt. Ebenso regelmäßig wurde gespendet – nach Togo, Benin, in die Ebolaforschung und vieles mehr. Das dann noch vorhandene Geld wurde in Oikocredit angelegt, einem Mikrofinanzinstitut, das in Entwicklungsländern Kleinstkredite zum Aufbau einer beruflichen Selbstständigkeit vergibt. Und das Geld ging nun in die Leprahilfe, damit dort in Nepal weiter die Ärmsten der Armen unterstützt werden können und in den Werkstätten weiter faire Produkte gefertigt werden können.

 

Von Cordula Reichert